Seit mehr als 100 Jahren Gesundheitsversorgung in der Region

Das Marienkrankenhaus Flörsheim blickt auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurück. Am 1. September 1904 wurde das als Bürgerstiftung gegründete Krankenhaus eingeweiht. Die Leitung des Hauses übernahm die Kongregation der Armen Dienstmägde Christi, die auch als Dernbacher Schwestern bekannt sind. Das Bauwerk wirkte eher wie eine Stadtvilla und hatte 18 Betten.


Im ersten Weltkrieg wurde das Krankenhaus als Lazarett genutzt. Es standen 30 Betten für verwundete und kranke Soldaten zur Verfügung. Danach diente das Krankenhaus wieder der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung bis zum Jahre 1942. In der Schreckensnacht vom 8. zum 9. September die Südfront des Krankenhauses komplett zerstört. Bis 1944 wurden die Kranken in den Räumen des Kindergartens versorgt. Dort standen zehn Betten für die Kranken zur Verfügung.

Am 1. Juli 1944 wurde das Krankenhaus wieder eröffnet und bis 1954 von den Dernbacher Schwestern weiter geführt. Im Mai 1954 kündigte das Mutterhaus den Gestellungsvertrag der Schwestern zum 31. Dezember 1954. Zu dieser Zeit versorgten sechs Schwestern mit Hilfskräften die 25 Betten im Krankenhaus. Damit ging die Ära der Dernbacher Schwestern mit ihrem segensreichen Wirken zu Ende.

Im Oktober 1955 kamen die ersten Dominikanerinnen nach Flörsheim um das leerstehende Krankenhaus zu übernehmen und wieder zu beleben. Am 28. Oktober 1955 wurde das Krankenhaus, das bis dahin in städtischem Eigentum stand, den Dominikanerinnen übergeben. Am 2. Januar 1956 wurden die ersten Patienten aufgenommen. und am 2. Juli erhält das Krankenhaus den Namen „Marienkrankenhaus“. Das Fest Maria Heimsuchung soll Symbol für das Wirken der Schwestern sein: eine Stätte der „helfenden und dienenden Liebe“.
Eine Bedingung der Dominikanerinnen bei der Übernahme war der Bau eines neuen Gebäudes für das Krankenhaus. Nach zweijähriger Bauzeit wurde das neue Haus mit rund 100 Betten am 16. November 1957 eröffnet. 1966 erfolgte auf dem Gelände die Errichtung einer Hausmeisterwohnung mit Garagen und  Werkstatt. An der Stelle des alten Krankenhauses erstand das neue Schwesternwohnheim. 1969 konnte das Wohnheim mit der neuen Kapelle eingeweiht werden. Die Bettenzahl erweiterte sich auf 156, das vierte Obergeschoss des Krankenhauses, das bisher als Schwesternkonvent diente, wurde als Krankenstation ausgebaut. Eine weitere Umbaumaßnahme endete im Mai 1978 mit dem Neubau von Wäscherei, Labor und Apotheke.

Am 8. September 2004 wurde das Marienkrankenhaus Flörsheim an die Marienhaus GmbH, Waldbreitbach übergeben. Im Jahr 2010 konnten wir eine neue, mit hohem Komfort ausgestattete Wahlleistungsstation eröffnen und im Laufe des Jahres 2012 werden alle Sanitären Einrichtungen in den Zimmern erneuert sein.
So wollen wir für unsere Patienten auch in Zukunft mit höchster medizinischer Qualität, angenehmem Aufenthalt und persönlicher, familärer Atmosphäre eine moderne, wohnortnahe Gesundheitsversorgung bieten.
Dabei orientieren wir uns an unserem christlichen Leitbild, in dem Nächstenliebe und der ganzheitliche Dienst am Menschen im Mittelpunkt stehen.